Ruinen Bubenstein und Falkenstein

Zwei vergessene Burgen über dem Höllental

Mauerreste der Burgruine Bubenstein Mauerreste der Burgruine Bubenstein

Das Höllental bildet die wichtigste Verkehrsachse von Freiburg in den Schwarzwald. Im Fokus der Durchreisenden stehen der Hirschsprung und die Ravennabrücke bei Höllsteig. Weitgehend unbeachtet bleibt indes das Burgenduo der Ruinen Bubenstein und Falkenstein.

Start beim Löwenplatz an der B 31

Der Ausgangspunkt zu dieser Wanderung befindet sich direkt an der vierspurigen B 31 unterhalb der Bahntrasse. Weil vor Ort nur wenige Parkmöglichkeiten gibt, empfehlen wir die Anreise mit dem Bus zur Haltestelle Falkensteig Löwenplatz. Nach der Ankunft nutzen wir den Fußweg zu den Häusern gegenüber der Sankt Nikolauskapelle (diese steht südlich der B 31) und unterqueren die Höllentalbahn.

Der Durchlass und die angrenzenden Flächen werden vom Anlieger gepflegt, wodurch diese einem Privatgrundstück ähneln. Verstärkt wird dieser Eindruck durch mehrere Schuppen. Obendrein befinden wir uns hier abseits der vom Schwarzwaldverein beschilderten Wanderwege. Der Weg ist dennoch öffentlich und freundlich grüßende Wanderer werden ebenso freundlich zurück gegrüßt.

Aufstieg zur Ruine Bubenstein

Jenseits der Höllentalbahn zweigt sogleich ein Pfad links ab. Von dort werden wir später zurückkommen. Wir laufen also geradeaus in den Hohlweg hinein beziehungsweise dem nach starken Regenfällen munter talwärts plätschernden Bächle entgegen. Nachdem wir links einen zweiten Pfad ausgelassen haben, führt unser Weg durch eine Rechtskurve über den Bach hinweg.

Laut unseren Karten sollte eine Verdolung den Übergang erleichtern. Diese scheint nicht mehr zu existieren. Das Rinnsal lässt sich mit einem großen Schritt aber doch trockenen Fußes überqueren. Anschließend folgen wir dem Pfad in südlicher Richtung bis zum auffallenden Grenzstein 28. Ab dort ermöglichen Trampelpfade den Zugang durch den Halsgraben zur Ruine Bubenstein.

Stiefmütterlich behandelte Burg

Lange Zeit wurde angenommen, dass es sich bei der Festung um Neu-Falkenstein handelt. Auch wenn sich der Alternativname bis dato hält, gilt dies inzwischen als widerlegt. Mit der Adelsfamilie steht sie die Bubenstein dennoch in Verbindung. So wird vermutet, dass Walter von Falkenstein den Bau der auf einem Felssporn gelegenen Festung im 13. Jahrhundert veranlasst hat. Ab dem frühen 15. Jahrhundert liegt die Geschichte der Bubenstein im Dunkeln.

Und auch in der Neuzeit wurde wenig Rücksicht auf die Burg genommen: Beim Bau der Höllentalbahn wurde im 18. Jahrhundert ein Teil des Burgfelsens – möglicherweise mit Burgresten – gesprengt. Zuletzt ließ man in den 1960er Jahren hoch aufragende Mauerteile abtragen, um die Verkehrssicherheit zu gewährleisten. Dennoch blieben beachtliche Teile des Bergfrieds und eine kompakte Ummauerung erhalten. Mit etwas Geschick lassen sich verschiedene Bereiche erkunden.

Burg Falkenstein über dem Höllental

Zurück beim Grenzstein 28 tangieren wir gut 100#Meter weiter einen höher verlaufenden Waldweg. Vor Ort sind noch Reste einer alten Beschilderung zu finden. Gemauerte Fundamente und Hangsicherungen legen außerdem nahe, dass wir uns hier auf dem historischen Verbindungsweg zwischen den beiden Burgen befinden. Der Weg führt geradeaus weiter an einer Felskanzel mit Blick auf den Rootbach vorbei. Dann geht es hinunter an den Engenbach.

Sobald wir diesen gequert haben, geht es am Gegenhang steil bergan zur Burg Falkenstein. Der Zugang ist mit einem Geländer gesichert und führt uns zu zwei Ebenen der alten Festung. Beide eröffnen uns eine durch Bäume eingeschränkte, ansonsten aber spektakuläre Sicht über das heute als Höllental bekannte Falkensteiner Tal. Rechts vom Tunnel ist ein mit Kreuz versehener Felszacken zu sehen. Ihm gegenüber steht der berühmte Hirschsprungfelsen.

Engenbach und Jakobsweg

Nach dem Abstecher geht es wieder zurück an den Engenbach, dem wir nun entgegenlaufen. Nach 600 Metern queren wir den Bach und bleiben anschließend auf dem besser ausgeprägten Weg. Wo dieser weiter oben mündet, treffen wir auf den Jakobsweg. Hier lohnt sich rechts ein Abstecher zur Rastbank mit Aussicht zu den Vogesen. Anschießend folgen wir dem Pilgerweg sowie bald auch der gelben Raute in entgegengesetzter Richtung. Nachdem wir ein letztes Mal den Engenbach gekreuzt haben, halten wir uns bei der folgenden Gabelung links.

Auf den nächsten gut anderthalb Kilometer ignorieren wir abgehende Wege, müssen dann aber kurz nach einer Rechtskurve aufpassen. Nur allzu leicht lässt sich der Pfad übersehen, auf dem es scharf links wieder hinunter zum Löwenplatz geht. Wo von rechts ein zweiter Pfad kommt, laufen wir geradeaus weiter. Kurz vorm Hohlweg können wir dann rechts auf den nächsten Pfad wechseln, um diesem über einen Bogen hinunter zur Bahnunterführung beim Löwenplatz zu folgen.

Ausgangspunkt und Anfahrt

Dein Ausgangspunkt für diese Wanderung ist am Löwenplatz von Falkensteig an der B 31.

Anfahrt mit Pkw: Die Anfahrt erfolgt über die B 31 Freiburg–Titisee. Der Löwenplatz befindet sich zwischen Falkensteig und dem Hirschsprung.

Anfahrt mit Bus und Bahn: Ab dem Bahnhof Himmelreich mit der Buslinie 222 bis zur Haltestelle Falkensteig Löwenplatz, Buchenbach.

Wanderkarte mit Höhenprofil


Höhenprofil

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