Dass es den Unterkrummenhof überhaupt noch gibt, war nicht immer gewiss. Denn nach dem Tod Blasius Rogg verkaufte die Witwe das ehemalige Tagelöhnerhaus samt dem 16,5 Hektar großen Weidfeld an die Großherzogliche Forstverwaltung. Diese sah zunächst den Abriss des Gebäudes und die Wiederaufforstung des Weidfeldes vor. Allerdings hatte die Witwe nur eine Hälfte des Doppelhauses besessen.
Die andere, vordere Hälfte gehörte einem Jakob Banholzer, der überhaupt kein Interesse hatte zu verkaufen. Und das, obwohl sich seine Hälfte in einem derart schlechten Zustand befand, dass man spekulierte, ob sie ohne den Schutz des hinteren Gebäudeteils überhaupt stehen konnte. Dennoch ging man das Risiko ein und riss die hintere Hälfte unter lautstarker Beschimpfung Banholzers 1859 ab.