Wenige Schritte weiter sprudelt dafür ein richtiger Bach aus dem Berg. Es ist der Höhlenbach der Erdmannshöhle. Vor Ort erfahren wir, dass der Bach eng mit den trockenen Quellen verbunden ist. Denn die Menge an Wasser, die er zu Tage führen kann, wird durch die Öffnung im Felsen begrenzt. Bei Hochwasser steigt der Grundwasserspiegel, bis das Wasser an höher gelegene Klüfte heranreicht und über die dann stark sprudelnden Quellen an der Böschung abfließt. Um die nächste Besonderheit zu entdecken, muss man schon genau hinschauen.
Dann aber entdeckt man winzige, runde Scheibchen auf den Kalksteinen. Früher hielten die Haseler die kreisrunden Gebilde für (2) Hexengeld oder Wichtelpfennige. Tatsächlich handelt es sich um Versteinerungen. Sie stammen von Seelilien, die am Grund des Muschelkalkmeeres lebten. Die Tiere nahmen Kalk auf, um ihr Skelett aufzubauen. Beim Absterben zerfielen die Stiele der Seelilien in ihre Einzelteile, den Trochiten. Am Dinkelberg hat die Masse an Seelilien gereicht, um eine Gesteinsschicht aus Trochitenkalk zu bilden.