Bevor im Hochschwarzwald Weidezäune standen, war es Aufgabe der Kinder, das Vieh zu hüten. Vor allem Jungen aus kinderreichen Familien wurden oft auf die Schwarzwaldhöfe geschickt, wo sie bis zu 15 Stunden am Tag arbeiteten und lernten. Meist nur unzureichend gekleidet, oft barfuß, mussten sie Wind und Wetter, Kälte und Nässe trotzen.
Wenn ein Rind Wasser ließ, stellten sich einige von ihnen in die entstandene Pfütze, um sich die nackten Füße zu wärmen. Eine unbeschwerte Kindheit blieb ihnen vorbehalten. Und doch scherte dies alles ihre eigene Familie kaum. Daheim waren die Eltern froh, einen Esser weniger durchbringen zu müssen.