Panorama-Aussicht über Hornberg im Gutachtal im mittleren Schwarzwald

Hornberger Panoramaweg im Gutachtal

Schöne Rundwanderung zwischen der Burgruine Hornberg und dem Gesundbrunnen

Auf dem Hornberger Panoramaweg erleben wir die Landschaft im Mittleren Schwarzwald auf angenehm zu laufenden und auch stillen Wanderwegen. Gleich zu Beginn der Runde empfehlen wir einen Abstecher hoch auf den Burgberg der Ruine Hornberg. Neben einer malerischen Aussicht über das untere Gutachtal erwartet uns dort eine Überraschung im Schlossturm.

Wanderung ab dem Schlossweiher in Hornberg

Als Startpunkt empfehlen wir den Wanderparkplatz beim Schlossweiher, etwas oberhalb der Freilichtbühne von Hornberg. Die ersten Meter dieser Wanderung verlaufen somit auf dem Querweg von Lahr nach Rottweil beziehungsweise auf der Zufahrt zum reizvoll gelegenen Hotel Schloss Hornberg.

Seinen Gästen verspricht das Drei-Sterne-Hotel den »wohl schönsten Ausblick ins Gutachtal«. Generell sind Superlative – frag mal die Triberger nach den höchsten Wasserfällen Deutschlands – mit Vorsicht zu genießen. Das Hotel jedoch ist so platziert, dass die kühne Behauptung tatsächlich zutreffen könnte.

Burgruine Hornberg

Dennoch lassen wir den Komplex links liegen und folgen den Fußwegen zur (1) Burgruine Hornberg. Für den Abstecher können wir gerne etwas mehr Zeit einplanen.

So haben wir sowohl vom Rondell am östlichen Ende des Burgbergs als auch vom 1735 erbauten Schlossturm eine grandiose Sicht über das Gutachtal zu den umliegenden Bergen.

Geschichte der Burg Hornberg

Die Anfänge der mehrmals geänderten, zerstörten und wieder aufgebauten Burg reichen bis in das 12. Jahrhundert zurück. Auf mehreren Tafeln lernen wir die Geschichte der Burg und der Stadt kennen. Außerdem erklärt eine Tafel, was es mit dem Hornberger Schießen auf sich hat.

Beim Eintritt in den früher als Wohnturm genutzten Schlossturm empfängt uns eine alte Kanonenkugel. Wer diese berührt, soll gute Aussichten haben, dass ihm das »liebe, gute Pulver« nie ausgeht.

Über den Markgrafenhof zum Rebberg

Zurück beim Wegweiser Schlosshotel zweigen wir anschließend auf den aufsteigenden Weg Richtung Huberfelsen ab. Bis zum Wegweiser Bürgermeister-Vogel-Weg befinden wir uns noch auf dem Querweg, zweigen dann aber rechts auf den mit gelber Raute markierten Pfad ab.

Dieser führt uns weiter bergan bis zu einem (2) Pavillon mit Blick auf das imposante Eisenbahnviadukt von Hornberg. Und ab da am Vogelbrunnen und einen weiteren Aussichtspunkt vorbei hinunter in die Stadt. Der Weg verläuft zwischen den Häusern hindurch an die Hauptstraße.

Wir folgen der Straße rechts wenige Schritte, ehe wir links abbiegen und die Gutach überqueren. Am Supermarkt vorbei biegen wir bei der (3) Markgrafenwiese links ab und laufen auf dem Hohenweg bis zum (4) Markgrafenhof.

Rechts ab folgen wir der gelben Raute auf dem nächsten Abschnitt über die Gleise der Schwarzwaldbahn und (erneut rechts) am Franziskusheim vorbei in den Wald. Wo wir diesen weiter oben bei »Unterm Teufelsritt« wieder verlassen, erreichen wir den (5) Rebberg.

Durch das Reichenbachtal zum Gesundbrunnen

Mit auf dem nächsten Abschnitt reizvollen Aussichten und der blauen Raute geht es über (6) Mühlepeter wieder hinunter ins Tal, wo wir den Reichenbach überqueren und – abermals rechts – auf der Reichenbacher Straße vor zur (7) Schwanenbacher Straße laufen. Der Panoramaweg führt uns zunächst links durch die Wohnstraße, dann rechts an zwei Wasserhochbehälter vorbei zum (8) Schmiedeacker.

Bei dem Eck öffnet sich die Sicht über die Dächer der Altstadt hinweg zur Burgruine. Mit diesem schönen Eindruck biegen wir links ab und folgen der Franz-Schiele-Straße in den Wald und weiter zum (9) Wanderparkplatz Gesundbrunnen. Während der Gesundbrunnen oberhalb des Wegs zu finden ist, ist die freie Fläche ein beliebter Rast- und Grillplatz.

Kahlhiebbrunnen und Kirchbühl-Hütte

Wir orientieren uns rechts und bleiben noch 800 Meter auf dem breiten Schotterweg, bevor rechts ein schmaler Pfad zum (10) Kahlhiebbrunnen abzweigt. Wo der Pfad endet, befinden wir uns wieder auf dem Schotterweg, der uns als Nächstes zum (11) Feriendorf führt. Von dort geht es mit der gelben Raute ab dem Wegweiser Im Rubersbach Richtung Niederwasser.

Auf dem Weg dorthin wechseln wir nach dem Wegweiser Bahnweg rechts auf einen von Heidelbeeren gesäumten Pfad. Wo der Pfad endet, biegen wir erst scharf rechts, wenige Meter weiter links ab. Einen Steinwurf entfernt bietet die (12) Kirchbühl-Hütte eine weitere schöne Möglichkeit für eine Pause, bevor wir unterhalb des offenen Pavillons die Bahnlinie unterqueren und entlang der B 33 das Gasthaus (13) Zum Rössle erreichen.

Rückweg über die Steudelsruhe

Bei dem Gasthaus überqueren wir ein zweites Mal die Gutach und biegen beim Wegweiser (14) Niederwasser zur Steudelsruhe ab. Der Rückweg führt uns erst am Friedhof vorbei in das Frombachtal bis zum (15) Hasenhof. Von dem Ferienbauernhof geht es hoch zum Hornberger Waldlehrpfad, und ab dort wieder Richtung Gutach über die (16) Steudelsruhe zurück zum Ausgangspunkt beim (E) Schlossweiher.

Auf diesem letzten Abschnitt steht eine felsige Passagen an, die aber gut gesichert ist. Am Paul-Schöffer-Pavillon vorbei führen dann wieder technisch einfache Wege über den Storenwalddobel auf die Zufahrt zum Schlossweiher und der Burg.

Hornberger Schießen

Als im Jahr 1564 der Herzog von Württemberg in Hornberg erwartet wurde, wollte man diesen gebührend mit Salutschüssen empfangen. Also wurden die alten Kanonen auf Hochglanz poliert und einige Probeschüsse abgegeben.

Am Tag des Besuchs sollte ein Turmwächter die Ankunft des Herzogs melden, sobald er im Gutachtal erscheine. Bei der ersten Staubwolke, die er sah, blies er in sein Horn und begannen die Hornberger sogleich mit dem Schießen.

Ein Versehen, denn die Staubwolke war von einem Hirten und seiner Rinderherde aufgewirbelt worden. Auch bei den nächsten Staubwolken, die sich später als Postkutsche und ein Händlerkarren herausstellten, krachten die Kanonen.

Als endlich der Herzog erschien, war alles Pulver verschossen. Um ihm dennoch ein Salut zu geben, beschlossen die Ratsherren, stattdessen lautstark »Piff-paff« zu schreien.

Die Ereignisse finden sich im Sprichwort »das geht aus wie das Hornberger Schießen« wieder, wenn etwas mit viel Getöse angekündigt wird, am Ende aber deutlich in die Hose geht.

Planung & Anreise


Dein Ausgangspunkt für diese Wanderung ist der Wanderparkplatz Schlossstraße von Hornberg.

Anfahrt mit Pkw: Die Anfahrt erfolgt über die B 33 Hausach – Triberg. Vor dem Hornbergtunnel Hornberg auf die Hauptstraße, von Süden auf die Triberger Straße nach Hornberg abfahren. Anschließend der Beschilderung zur Freilichtbühne folgen und weiter bis zum Wanderparkplatz fahren.

GPS-Koordinaten 48.2085, 8.2239

⇒ Anreise mit Google Maps planen


Ja, es bestehen Zugverbindungen zum Bahnhof Hornberg. Ab dort führt der Querweg Lahr-Rottweil bis zum Ausgangspunkt am Schlossweiher.


Die Höhenmeter verteilen sich auf einige Steigungen sowie auf angenehmen Wanderwegen mit wechselnden Aussichten. Der Panoramaweg setzt also eine normale Fitness und Trittsicherheit voraus. 


Einkehrmöglichkeiten findest Du im Restaurant Zum Rössle in Niederwasser.


Diese Wanderung ist ab April bis Oktober sehr gut möglich.


Weitere Details erhältst Du direkt bei der
Touristinformation Hornberg
Bahnhofstraße 3
78132 Hornberg

📞 +49 7833/793 44

🌐 hornberg.de 

Anforderungen & GPS-Daten

⏱️ Gehzeit: 5 h
📏 Distanz: 15.5 km
🏔️ Höhenmeter: 650
⚖️ Schwierigkeit: mittel
🧭 Typ: Rundwanderung

Wanderkarte mit Höhenprofil


Höhenprofil

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