Aussicht von der Gutenhöhe über das Prisental im Schwarzwald

Paradiesrunde durchs Prisental

Traumhaftes Hochplateau zwischen Schönwald im Schwarzwald und Triberg

Das Prisental befindet sich auf einem Hochplateau zwischen Schönwald und Triberg. Auf der als Paradiesrunde beschriebenen Wanderung wechseln sich Panoramablicke mit Wäldern, typischen Schwarzwaldhöfen und Weiden ab. Am Wegrand begegnen uns zugleich Relikte aus früheren Epochen. Nach der Anreise zur Gutenhöhe können wir uns also auf einen abwechslungsreichen Ausflug in den Schwarzwald freuen.

Wanderung ab der Gutenhöhe

Der offizielle Startpunkt der als Qualitätsweg ausgewiesenen Wanderung befindet sich auf der Gutenhöhe, direkt an der von Schönwald kommenden Kreisstraße. Ab dort folgen wir dem beschilderten Zugang zur Paradiesrunde zunächst etwas unterhalb, dann entlang der Straße bis zur nahen Bushaltestelle.

Sowie wir die Kreisstraße umsichtig überquert haben, folgen ein paar Schritte durch den Wald, bevor wir mit der gelben Raute rechts abbiegen. Mit einer ersten schönen Aussicht bis zu den Kuppen nördlich von Triberg und Schonach folgen wir dem Waldrand bis zum Wegweiser »Mosenberg«. Dort haben wir den eigentlichen Rundweg durch das Prisental erreicht und wir biegen entsprechend der Empfehlung links ab.

Klausenhof und Panorama auf Schönwald

Nach einem Abschnitt im Wald öffnet sich die Landschaft wieder und kommen wir durch ein altes Weidfeld zum Klausenhof im Prisental. Bei der aus Granitstein gebauten Hofkapelle erfahren wir die Eckpfeiler der Geschichte des 1564 erwähnten Hofs. Die heute noch bestehenden Gebäude wurden um das Jahr 1778 gebaut.

Beim Wegweiser »Prisen« orientieren wir uns links, sodass wir weiter westlich erneut in den Wald eintauchen. Nach 200 Meter biegen wir mit der gelben Raute rechts ab, bevor wir uns einen Steinwurf entfernt den Abstecher zum Panorama über Schönwald gönnen. Vor Ort erfahren wir außerdem, wo sich der vermeintliche Geburtsort der Kuckucksuhr befindet.

Historische Naturbobbahn zwischen Schönwald und Triberg

Zurück auf dem Wanderweg, folgen wir der Beschilderung sowie der gelben Raute über den Wegweiser »Überm Gotterhäusle« erst an den Waldrand, dann rechts über Pfade und Waldwege bis zum Wegweiser »Bobbahn«. Im November 1911 hatten hier 45 Pioniere aus Straßburg mit dem Bau einer Naturbobbahn begonnen. Die Bahn sollte nach ersten Planungen 1630 Meter lang werden.

Sie wurde dann aber auf rund 1000 Meter verkürzt. Das Eröffnungsrennen der Bahn fand am 24. Februar 1913 statt. Unterhalb der historischen Rennstrecke besteht beim Bürgerwald eine Verbindung zum Parkplatz Adelheid nahe der Triberger Wasserfälle. Wir indes laufen geradeaus weiter, sodass wir als Nächstes zu einem Granit-Wollsack kommen, auf der neun Personen aus Winden ihre Initialen eingemeißelt haben.

Prisenhäusle und Geutsche

Wo wir weiter unten auf die Straße treffen, trennen uns rechts noch wenige Meter vom Prisenhäusle. Das um 1720 erbaute Häusle war Teil des untersten Hofs im Prisental. Während das Bauerngut 1858 abgerissen wurde, überdauerte das Prisenhäusle samt seinem Bauerngarten die Zeit und erfüllt bis heute das Bild eines ursprünglichen Schwarzwälder Hofgebäudes.

Von dort wandern wir auf bequemen Weg wieder in den Wald hinein, passieren einen markanten badischen Grenzstein und biegen beim Wegweiser »Prisenparkplatz« erst rechts, dann bei der nächsten Gabelung halblinks zur Geutsche ab. Laut den Wegweisern sollte sich dort ein Restaurant befinden. Seit bereits 2016 ist dieses allerdings geschlossen.

Nusshurt-Kapelle und Kultplatz

Damit überqueren wir sogleich die von Triberg kommende Kreisstraße, wechseln auf den Ortenau-Baar-Weg und folgen der blauen Raute über Oberliemberg bis zur Nusshurt-Kapelle. Die Kapelle des Oberliemberg-Hofs wurde ebenfalls aus Granit errichtet und überrascht im Innern mit einem Turmuhrwerk mit mehreren Gewichten und Drahtzügen.

Daneben erfreut der Altarraum mit mehreren fröhlich dreinblickenden Engelsfiguren. Nach der Besichtigung passieren wir einen Kultplatz, dessen Ursprung in der Bronzezeit vermutet wird, bevor wir beim Wegweiser »Nusshurt« links abbiegen. Auf dem letzten Abschnitt orientieren wir uns damit wieder an der gelben Raute. Nachdem wir die Kreisstraße abermals überquert haben, treffen wir beim Mosenberg schließlich wieder auf den Zugang von unserem Ausgangspunkt auf der Gutenhöhe.

Sterenbergbahn

Der Name der Triberger Naturbobbahn leitet sich vom Alemannischen Storren ab und bedeutet Baumstumpf. Grund war die Nähe zu einem Kohlplatz, in dessen Umfeld nur noch Baumstümpfe die Landschaft prägten. Ihre Blütezeit erlebte die Bobbahn zwischen den beiden Weltkriegen mit 211 offiziellen Wettkampfrennen. Am 9. März 1958 war die Sterenbergbahn letztmalig Schauplatz einer Veranstaltung. 41 Jahre später löste sich dann auch der Bob- und Rodelclub Schwarzwald auf.

Planung & Anreise


Dein Ausgangspunkt für diese Wanderung ist der Parkplatz nahe der Gutenhöhe.

Anfahrt mit Pkw: Von der B 500 Hinterzarten – Triberg in Schönwald in die Ludwig-Uhland-Straße abbiegen. Der Kreisstraße bis zum Wanderparkplatz nahe der Bushaltestelle Schönwald-Prisen folgen.

GPS-Koordinaten 48.1023, 8.2371

⇒ Anreise mit Google Maps planen


Ja, ab dem Bahnhof in Triberg bestehen Busverbindungen mit Umstieg in Schönwald (Bachwinkel) zur Haltestelle Schönwald Prisen.


Du kannst Dich auf überwiegend im und am Wald verlaufende Runde auf Waldwegen und Naturpfaden sowie auch auf asphaltierten Zufahrten einstellen. Durch wechselnde Aussichten ist diese Tour besonders reizvoll.


Entlang der Strecke findest Du mehrere schöne Rastmöglichkeiten, die nächstgelegene Einkehrmöglichkeit findest Du in Schönwald. 


Diese Wanderung ist ab Mai bis Oktober gut möglich.


Weitere Details erhältst Du direkt bei der
Touristinformation Schönwald
Franz-Schubert-Straße 3
78141 Schönwald

📞 +49 7722/86 08 31

🌐 schoenwald.net/tourist-information/ 

 

Anforderungen & GPS-Daten

⏱️ Gehzeit: 3 h
📏 Distanz: 10,3 km
🏔️ Höhenmeter: 300
⚖️ Schwierigkeit: mittel
🧭 Typ: Rundwanderung

Wanderkarte mit Höhenprofil


Höhenprofil

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