Fernsicht mit Alpenpanorama bei Dachsberg-Urberg im Hotzenwald

Genießerpfad Bergbaurundweg Dachsberg

Auf den Spuren des Bergbaus im Hotzenwald

Entsprechend seinem Namen führt uns der Bergbaurundweg Dachsberg zu einigen Spuren des Bergbaus im Hotzenwald. Einblicke in die Geschichte dieser Gegend sind somit gewiss. Daneben besticht die auch als Dachsberger Bergbaupfad bekannte Runde mit tollen Fernsichten über den Hochrhein zu den Alpen.

Panoramatafel über Dachsberg-Urberg

Wir starten beim Mineralienmuseum in Dachsberg-Urberg. Nach der ersten Orientierung folgen wir der gelben Raute sowie dem Bergwerkssymbol am Dorfbrunnen vorbei an den oberen Dorfrand, wo wir in den Schaibenrainweg abbiegen. Um auf dem Bergbaurundweg Dachsberg zu bleiben, müssten wir uns bei der nächsten Gabelung links halten. Schöner ist es, noch kurz auf dem Schaibenrainweg zu bleiben, um dann rechts zur Panoramatafel abzuzweigen. Oberhalb von Urberg eröffnet sich uns dort ein traumhaftes Alpenpanorama.

Begrenzt wird dieses im Osten vom Säntis. Ab dort reiht sich ein Schweizer Gipfel an den nächsten bis hin zum nur schemenhaft zu sehenden Mont Blanc im französisch-italienischen Grenzgebiet. Oberhalb der Tafel beschreibt der Pfad einen Bogen. Wir halten uns stets links, bis wir wieder auf den mit gelber Raute markierten Weg treffen. Sobald wir diesen gekreuzt haben, gelangen wir auf dem Waldweg wieder hinunter auf den Bergbaurundweg und über die Straße zur Infohütte mit Angaben zur Flora und Fauna im Hotzenwald.

Auf dem Bergbaurundweg

Bei der Infohütte beginnt der eigentliche Rundweg. Dieser führt uns im Uhrzeigersinn zunächst an mehreren Infotafeln vorbei. Leider sind diese teils arg verblichen, was das Studium erschwert. Wir erfahren aber doch einiges über die Erzsuche, die Anlage von Stollen und die hier eingesetzten Fördertechniken. Nachdem wir den Ruprechtsgang passiert haben, lohnt sich rechts der Abstecher zum Flussspatgang. Als Besonderheit reicht dieser bis an die Erdoberfläche und ist auf wenige Schritte zugänglich.

Über Laithe nach Wittenschwand

Nach Informationen zum Rappenmünzbund – dieser bildete von 1403 bis 1584 ein heute länderübergreifendes Wirtschaftsgebiet – und zum Wetterschacht der Grube Gottesehre mündet der Weg in die Straße. Rechts folgen wir dieser an den wenigen Häusern von Laithe. Nach einer weiteren Sicht zu den Schweizer Alpen wechseln wir dann in der Kurve auf den Wiesenpfad. Rechts an einem Lesesteinriegel vorbei durchqueren wir ein Waldstück, ehe wir wieder bergab auf die von Schmalenberg kommende Straße treffen. Erneut rechts führt uns diese nach einer Passage am Waldrand erneut in den Wald.

Wer die Tour abkürzen möchte, kann der nur schwach befahrenen Straße zum Klosterweiher folgen. Von dort führt dann der Schluchtensteig links am Landgasthof vorbei zurück zum Bergbaurundweg Dachsberg. Um auf dem Themenweg zu bleiben, wechseln wir nach wenigen Schritten im Wald links auf den Waldweg und halten uns beim nächsten Abzweig rechts. Gut 200 Meter weiter queren wir das Otlisbächle, eh es über eine Wiese hoch zur malerisch gelegenen Andreaskapelle in Wittenschwand geht.

Besucherstollen der Friedrich-August-Grube

Gegenüber der Kapelle nutzen wir die Kapellenstraße am Rathaus und dem Dachsberger Hof vorbei bis zum Wegweiser mit der Höhenmarke 945 Meter. Ab dort führt der Kreuzfelsenweg über den Wegweiser Am Kreuzfelsen sowie rechts auf dem Schluchtensteig zur Kreuzfelsenhütte. Oberhalb von Wittenschwand sehen wir uns erneut einem herrlichen Alpenpanorama gegenüber. Wie bei Urberg hilft auch hier eine Panoramatafel, die einzelnen Gipfel zu bestimmen.

Anschließend biegen wir beim Wegweiser Friedrich-August-Grube mit dem Schluchtensteig ab. Etwa 140 Meter weiter trennen sich die Wege: Während der Schluchtensteig rechts zum Klosterweiher hinunterführt, nutzen wir links den Zugang zum Besucherstollen. Dabei handelt es sich um einen Erkundungsstollen, der für jedermann zugänglich ist. Im Innern findest Du einen Klangstein sowie auch verschiedene historische Werkzeuge für die Arbeit unter Tage

Rückweg übers Bürgle und ums Hoheck

Nach dem Erlebnis unter Tage geht es auf steilem Pfad zum weiter nördlich verlaufenden Forstweg. Rechts passieren wir einen weiteren Aussichtspunkt mit Blick auf den Klosterweiher, bevor wir 300 Meter weiter rechts über den Naturlehrpfad zur Horbacher-Moor-Hütte absteigen und die Klosterweiherstraße kreuzen. Gleich darauf treffen wir wieder auf den Schluchtensteig, auf dem es links hoch zum Aussichtspunkt Zum Bürgle geht. Auf der Anhöhe lädt eine Himmelsliege zum Verweilen ein.

Außer dem Panorama im Süden eröffnet uns die Anhöhe eine zweite Aussicht nach Norden zum Hochschwarzwald. Anschließend umrundet der Bergbaurundweg das Hoheck. Hierfür folgen wir zunächst dem Schluchtensteig am Feldbergblick vorbei bis Rüttewies. Von dort geht es mit der blauen Raute zum Wegweiser östlich des Hohecks, dann mit der gelben Raute zurück zur Infohütte. Der weitere Rückweg erfolgt auf teils bekanntem Weg, dann ebenfalls mit der gelben Raute bis nach Urberg.

Mineralienmuseum Gottesehre

Der Bergbau ist im Hotzenwald seit dem frühen Mittelalter dokumentiert. Das Mineralienmuseum ist dem 1987 geschlossenen Fluss- und Schwerspatbergwerk Gottesehre gewidmet und beherbergt eine umfangreiche Mineraliensammlung. Fotografische Vergrößerungen ermöglichen, die Strukturen selbst kleinster Funde zu erkennen. Im Eingangsbereich veranschaulichen Tafeln die Arbeit der Bergmänner. Das Museum ist ab Ostern bis November sowie in den Weihnachtsferien jeweils donnerstags und sonntags von 14 bis 16 Uhr geöffnet.

Ausgangspunkt und Anfahrt

Dein Ausgangspunkt für diese Wanderung ist beim Mineralienmuseum in Urberg.

Anfahrt mit Pkw: Von der L 150 Sankt Blasien–Todtmoos bei der Urberger Säge abbiegen und der Beschilderung nach Urberg folgen. Die Anfahrt ab dem Albtal ist möglich, jedoch sehr steil.

Anfahrt mit Bus und Bahn: Ab Sankt Blasien bestehen Verbindungen zur Bushaltestelle Wittenschwand Kapelle direkt an der Strecke.

Wanderkarte mit Höhenprofil


Höhenprofil