Aussicht über grüne Wiesen auf Haslach im Kinzigtal

Haslach – Panoramaweg Süd

Dieser Panoramaweg eröffnet Wanderern malerische Ausblicke über das Kinzigtal

Das Kinzigtal zählt zu den bekanntesten und schönsten Tälern im Mittleren Schwarzwald. In Haslach selbst bildet die Fachwerkaltstadt ein attraktives Ausflugsziel. Doch erst auf dem Panoramaweg Süd haben wir die Stadt und das schon zur Römerzeit besiedelte Tal lieben gelernt.

Wanderung ab der Touristinformation von Haslach

Der Ausgangspunkt zu dieser eher leichten Wanderung befindet sich bei der (A) Touristinformation von Haslach. Sie ist in der barocken Klosteranlage des Kapuzinerordens untergebracht, in dem wir auch das Schwarzwälder Trachtenmuseum finden.

In Großvitrinen sind dort über 100 Schwarzwälder Originaltrachten zu sehen, die zusammen mit Alltagsgegenständen Einblick in das früher vielerorts schwere Leben der einfachen Leute geben. Dadurch ist das Museum schon für sich einen Besuch wert.

Aufstieg auf den Galgenbühl

Für den Einstieg auf den Panoramaweg Süd überqueren wir den Klosterparkplatz und folgen rechts der gelben Raute über die Ringstraße zur Lippstraße. Wir biegen links, 100 Meter weiter rechts und wieder links ab, sodass wir auf dem Strickerweg zur Sporthalle gelangen. Bei der Gabelung direkt vor der Halle halten wir uns links.

Anschließend folgen wir der gelben Raute erst durch den Wald, dann entlang des Waldrands zum (1) Galgenbühl. Bei dem mit einem achteckigen Pavillon ausgestatteten Rastplatz biegen wir links auf einen Waldpfad ab. Auf dem nächsten Abschnitt orientieren wir uns an den Schildern mit dem »P« sowie weiter der gelben Raute Richtung Sommerhalde.

Über die Sommerhalde zum Schänzle

Sowie der Pfad in einen Forstweg mündet, halten wir uns links und verlassen den Wald. Bisher bot uns der südliche Panoramaweg von Haslach nur wenige gute Ausblicke, doch nun macht er seinem Namen alle Ehre. Weit reicht nun der Blick über die Obstwiesen und Haslach zu den Hügeln jenseits der Kinzig und ihrer Seitentäler.

Auf den nächsten Metern laden mehrere Bänke rund um dem (2) Aussichtspunkt Helgenberg zum Verweilen ein. Nachdem wir am oberen Ende der Wiese die Talsohle durchquert haben, geht es auf der anderen Seite wieder ein Stück bergab und dann durch den Wald auf die (3) Sommerhalde. Wenige Schritte weiter biegen wir beim Wegweiser (4) Hintere Schänzle links ab.

Dort liegt uns das Tal des Hofstetterbachs zu Füßen. Auf der nur wenig befahrenen Straße laufen wir ein gutes Stück auf Haslach zu und passieren den (5) Aussichtspunkt Schänzle, bevor der Panoramaweg zwischen einem Acker und einer Streuobstwiese rechts abzweigt. Oberhalb der Fahrstraße führt uns der Panoramaweg Süd erneut in ein Waldstück. 

Über zwei Kehren gelangen wir hinab zum (6) Schänzle. Durch einen Steinpavillon hindurch gelangen wir an den Ortsrand von Haslach und über die Schulstraße rechts zum Wegweiser Haslach/Am Schänzle. Wer sich nur mal kurz die Beine vertreten wollte, kommt links zurück zur Touristinformation von Haslach. In dem Fall endet diese Wanderung nach 600 Metern.

Gastlichkeit am Waldsee

Alle anderen überqueren die Hofstetter Straße, biegen dann rechts ab und folgen der Beschilderung über den Hofstetterbach sowie dem Bächlewaldweg bis (7) Brühl. Dort wechseln wir links auf den Wirtschaftsweg und folgen dem Panoramaweg über die Wegweiser Hagsbacherberg (links) und Waldsee (rechts) zum (8) Waldsee.

Gut die Hälfte der Strecke liegt bei dem idyllisch gelegenen Weiher bereits hinter uns. Somit kommt das Restaurant Waldsee-Terrasse wie gerufen, um den Ausflug mit einer gemütlichen Einkehr zu verbinden. Und falls diese länger als geplant ausfallen sollte, ist es auch vom Waldsee aus gut möglich, zurück nach Haslach zu laufen.

Pfaffenkähner und Rotes Kreuz

Weiter geht es durch den Wald zum Ziegelgrün und über den Stadtgärtnerpfad in Richtung Pfaffenkähner. Auf dem Weg dorthin kreuzen wir die B 294. Jenseits der Bundesstraße wandern wir 50 Meter auf einem Forstweg und wechseln dann links auf einen Pfad.

Nachdem wir eine Forststraße gekreuzt haben, erreichen wir den Wegweiser (9) Pfaffenkähner, wo wir auf den mit blauer Raute markierten Weg wechseln. Auf diesem geht es mal durch den Wald, dann wieder am Waldrand bis (10) Rotkreuz.

Zusammen mit zwei anderen Wetterkreuzen sollte das Rote Kreuz zur Zeit des Mittelalters schwere Unwetter von der Stadt fernhalten. Bis zum Jahr 2001 stand hier die im Jahr 1710 gepflanzte »Teufelseiche«. Sie geht auf den Hutmacher Otto Kilgus zurück, der wegen seiner Vorliebe zum Wald schon zu Lebzeiten den Spitznamen Waldteufel erhielt. 2002 wurde hier eine neue Eiche gepflanzt.

Heiligendobel und Mühlenkapelle von Haslach

Auch beim Roten Kreuz ist es gut möglich, direkt nach Haslach zu laufen. Wir indes folgen nun wieder der gelben Raute am Wanderparkplatz Leimengrubweg vorbei zum (11) Heiligendobel. Erst dort wenden wir uns der Stadt zu und nehmen den relativ steilen Leimgrubenweg und die Buchenstraße hinunter zur (12) Mühlenkapelle.

Links ab trennt uns schließlich nur noch die Mühlenstraße von der (13) Altstadt von Haslach. Eigentlich führt der Panoramaweg über das Sandhaasdenkmal um den historischen Stadtkern herum. Da wir schon einmal hier sind, nutzen wir aber die Gelegenheit, die malerischen Gassen zu erkunden, bevor wir die letzten Meter zurück zur Touristinformation nehmen.

Bergbaustadt und Markt Haslach

Die Haslacher Fachwerkaltstadt erlebte ihre erste Hochblüte im 13. Jahrhundert, als die Stadt zum Zentrum eines bedeutenden Silberbergbaureviers wurde. Nach dem Niedergang des Bergbaus im 16. Jahrhundert erlebte Haslach ab dem frühen 17. Jahrhundert einen zweiten Aufschwung als Marktstadt, ehe sie im September 1632 von württembergischen Gruppen angegriffen wurde. Der Tiefpunkt erfolgte jedoch erst 1704: Im Spanischen Erbfolgekrieg plünderten und brannten französische Truppen die zu der Zeit florierende Stadt nieder.

Beim anschließenden Wiederaufbau orientierten sich die Bürger am mittelalterlichen Grundriss der Stadt, in der für die damalige Zeit moderne Fachwerkbauten sowie auch Gebäude im süddeutschen Barockstil entstanden. Die Altstadt steht seit 1978 als Gesamtanlage unter Denkmalschutz. Außer dem Wochenmarkt am Samstag finden in Haslach jedes Jahr mehrere große Jahrmärkte ab.

Planung & Anreise


Dein Ausgangspunkt für diese Wanderung ist die Touristinformation Haslach im alten Kloster.

Anfahrt mit Pkw: Über die B 294 oder B 33 bis Haslach im Kinzigtal. Im Ort folgen wir den Hinweisschildern zum Trachtenmuseum und zur Touristinformation.

GPS-Koordinaten 48.2756, 8.0852

⇒ Anreise mit Google Maps planen


Ja, es bestehen Bahn- und Busverbindungen nach Haslach und zur Bushaltestelle Stadthalle (Kinzigtalbuslinie 66). Vom Bahnhof sind es 500 Meter, von der Stadthalle zwei Minuten bis zum Ausgangspunkt.


Bei nur wenigen Höhenmetern bietet der technisch anspruchslose Panoramaweg Süd eine Fülle von Ausblicken auf Haslach und das Kinzigtal. Besondere Anforderungen an Ausdauer oder Trittsicherheit stellt die Wanderung nicht.


Einkehrmöglichkeiten findest Du im Restaurant Waldseeterrasse und in Haslach.


Diese Wanderung ist ab dem April bis Oktober besonders schön.


Weitere Details erhältst Du direkt bei der
Tourist Information Haslach
Im Alten Kapuzinerkloster / Klosterstr. 1
77716 Haslach

📞 +49 7832/70 61 72

🌐  info.haslach.de 

Anforderungen & GPS-Daten

⏱️ Gehzeit: 3.15 h
📏 Distanz: 10.3 km
🏔️ Höhenmeter: 250
⚖️ Schwierigkeit: leicht
🧭 Typ: Rundwanderung

Wanderkarte mit Höhenprofil


Höhenprofil

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