Wanderer auf dem Auerhahnweg bei Schramberg-Tennenbronn im Schwarzwald

Auf dem Genießerpfad Auerhahnweg

Ruhige Waldwanderung bei Schramberg-Tennenbronn im Tal der Schiltach

Der Auerhahnweg ist der erste Schwarzwälder Genießerpfad bei Schramberg-Tennenbronn im Tal der Schiltach. Die Runde führt über idyllische Pfade durch stille Wälder. Dazu gesellen sich beeindruckende Fernblicke und es laden am Wegrand liebevoll gestaltete Plätze zur Rast ein.

Wanderung auf dem Auerhahnweg

Der Ausgangspunkt des Auerhahnwegs befindet sich beim Wanderparkplatz Remsbach und Infostern des Naturparks am nördlichen Ortsrand von Ramsbach. Nach der ersten Orientierung kreuzen wir unterhalb vom Parkplatz die Affentälestraße in Richtung Purpen und wechseln nach wenigen Schritten im Buchenweg links auf den Waldpfad. Wir wandern den Genießerpfad also entgegen dem Uhrzeigersinn.

Somit folgen wir der gelben Raute erst durch den Wald, dann am Waldrand an einer mit zwei Eulen verzierten Rastbank vorbei zum Wegweiser »Purpen«. Nachdem wir dort links abgebogen sind, queren wir nochmals den Wald, bevor wir auf dem Purpenmoos zu einer Panoramatafel gelangen. Der Blick reicht hier nach Osten über Dörfer und Waldflächen bis zur Schwäbischen Alb.

Alte Grenzsteine bei Tennenbronn

Sowie wir wieder in den Wald eintauchen, wird der Weg von Heidelbeeren reich gesäumt. Der Genießerpfad führt uns hier über »Auf der Ecke« nach Westen bis zu einer Straße, wo wir links sogleich wieder auf einen angenehmen Pfad zum Wegweiser »Ecke« wechseln. Erneut geradeaus weiter, passieren wir bald einige historische Grenzsteine.

Sie zeugen von der Zeit nach der Falkensteiner Herrschaft, als Tennenbronn dreigeteilt wurde. Durch die unterschiedlichen Konfessionen Württembergs und Vorderösterreichs gab es nur unzureichende Berührungspunkte zwischen den Menschen. Erst 1922 wurde die Teilung Tennenbronns überwunden.

Zentrum der Fürstlich Fürstenbergischen Auerhahnjagd

Von der Infotafel bei den Grenzsteinen geht es zunächst rechts aus dem Wald heraus bis zum Sulzbachblick und von dort links am Waldrand über »Überm Vogtandres« (links) zurück in den Wald sowie über »Beim Schnapsbrenner« zur Station Balzplatz. Vor Ort erhalten wir ausführliche Informationen über Tennenbronn als wichtiges Zentrum der Fürstlich Fürstenbergischen Auerhahnjagd.

Unglaublich: In der Jagdsaison 1908 wurden insgesamt 167 Auerhähne geschossen, allein 40 davon innerhalb von vier Tagen, als Kaiser Wilhelm II. Jagdgast des Fürsten war. Seit 1971 gilt für das Auerwild eine ganzjährige Schonzeit, die Jagd ist seither verboten. Im weiteren Verlauf schwenkt der Weg nach Süden, wo wir oberhalb vom Unterfalkenhof eine Getränkestation finden.

Auerhuhnnest und Schlafplatz

Beim Unterfalkenhof beschreibt der Wanderweg eine Linkskurve und führt uns über den »Abzweig Klausenhof« sowie auf wechselnden Wegen durch das Eichbachtal zur Station Ernährung. Sowie wir eine Anhöhe erreicht haben, verläuft der Genießerpfad auf einem reizvollen Höhenweg. Beiderseits zeugen Lesesteinriegel von der einst beschwerlichen Feldarbeit. Dann führt uns der Weg an Hochstauden und Sträuchern vorbei zu einer weiteren einladend platzierten Bank.

Daran anschließend erreichen wir am Rand eines Fußballfelds die Station Auerhuhnnest. Wo wir selbst einen gemütlichen Platz erwartet hatten, bilden mehrere Felsbrocken eine eher rustikale Sitzgruppe. Erst als wir die Anhöhe wieder verlassen haben und den Wegmarkierungen des Genießerpfads durch einen Hohlweg durch den Wald folgen, lädt bei der Station Schlafplatz eine Himmelsliege zum Verweilen ein. Die Sicht öffnet sich dort über Tennenbronn hinweg zum Gegenhang jenseits der Schiltach.

Eichbach, Sommermoos und Wassertretstelle

Der weitere Abstieg erfolgt links der Liege auf einem schmalen Pfad bis zu einem Forstweg und darüber hinweg bis zum Eichbach. Sowie wir diesen überquert haben, biegen wir beim Waldrand rechts zum Eichbachbrückle ab. Wenige Schritte vor dem Brückle durchschreiten wir den tiefsten Punkt auf dem Auerhahnweg.

Von dort erfolgt der Rückweg (links) über das Sommermoos bis zu einer mit Bänken und Tisch ausstaffierten Wassertretstelle. Über ein paar Stufen geht es von dort wieder hoch auf einen breiten Forstweg und rechts zurück zum Wanderparkplatz Remsbach. Dort können wir dann zufrieden auf eine schöne Wanderung über der Schiltach zurückblicken. 

Rückgang und Schutz des Auerhuhns

Das Auerhuhn hat im Schwarzwald lange Zeit durch die Bewirtschaftung der Wälder mit kleinen Rodungsflächen profitiert. Im 20. Jahrhundert sind die Bestände jedoch stark zurückgegangen. Um den Wappenvogel als Art zu erhalten, werden geeignete Lebensräume wieder aufgewertet und die kleinen Teilpopulationen miteinander vernetzt.

Planung & Anreise


Dein Ausgangspunkt für diese Wanderung ist der Wanderparkplatz Remsbach.

Anfahrt mit Pkw: Die Zufahrt erfolgt über die L 175 Sankt Georgen – Schramberg. Bei Tennenbronn nach Remsbach abbiegen und der Straße bis zum Parkplatz am oberen Ortsende folgen.

GPS-Koordinaten 48.2042, 8.3542

⇒ Anreise mit Google Maps planen


Ja, ab dem Busbahnhof Schramberg bestehen Verbindungen zur Haltestelle Tennenbronn, Oberer Remsbach.


Auf der Runde wechseln sich angenehm zu laufenden Waldwege und Wiesenpfade ab. Der Pfad unterhalb vom Schlafplatz führt relativ steil hinunter auf einen breiteren Forstweg.


Auf der Strecke fehlen Einkehrmöglichkeiten keine, es gibt aber im zweiten Teil der Runde schöne Rastmöglichkeiten sowie eine Getränkestation.


Diese Wanderung ist ab April bis Oktober gut möglich.


Weitere Details erhältst Du direkt bei der
Touristinformation Schramberg
Hauptstraße 25
78713 Schramberg

📞 +49 7422/292 14

🌐 schramberg.de

Anforderungen & GPS-Daten

⏱️ Gehzeit: 3-3.30 h
📏 Distanz: 10 km
🏔️ Höhenmeter: 350
⚖️ Schwierigkeit: mittel
🧭 Typ: Rundwanderung

Wanderkarte mit Höhenprofil


Höhenprofil

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