Aussicht von der Hahn- und Henne-Runde über das Harmersbacher Tal zum Brandenkopf

Hahn- und Henne-Runde im Harmersbachtal

Abwechslungsreicher Genießerpfad ab Unterharmersbach

Die Hahn- und Henne-Runde zählt zu den Touren im Schwarzwald, bei der wir uns nicht schlüssig waren, ob wir sie überhaupt näher betrachten sollen. Vor Ort waren wir dann froh, die auch als Genießerpfad ausgezeichnete Wanderung nicht verpasst zu haben. Insbesondere Selbstversorger werden diese Runde lieben.

Wanderung ab Unterharmersbach

Der Einstieg zur Hahn- und Henne-Runde befindet sich in der Hinterhambachstraße beim (A) Spielplatz Adler. Neben der hier vorgestellten Runde gibt die Wandertafel beim Parkplatz weitere Vorschläge für Touren in der Umgebung. Auf dem ersten Stück der Hahn- und Henne-Runde laufen wir dem Schottenhöfer Bächle entgegen. Nachdem wir den Bach am Waldrand überquert haben, biegen wir links ab und folgen dem Genießerpfad wie auch der gelben Raute durch den Wald Richtung Hinterhambach.

Auf dem Weg dorthin erfahren wir, wie es damals möglich war, die Kraft des Wassers für den Antrieb von Maschinen in den weiter entfernten Höfen zu nutzen. Bei der (1) Wassertretstelle Hinterhambach bietet sich uns dann eine erste Möglichkeit zur Rast. Auf diese können wir gut verzichten. Zum einen haben wir dort gerade mal 1200 Meter der Runde absolviert. Zum anderen kommen wir sehr bald zu deutlich schöneren Rastplätzen.

Aufstieg zum Jägereckle

Also biegen wir noch vor der Wassertretstelle rechts ab und nehmen den zunächst etwas steileren Pfad durch den Wald. Wer möchte, kann über eine Hühnersteige für Menschen zwei, drei Meter abkürzen. Oberhalb der Hühnerleiter mündet der Pfad in einen breiteren Weg. Rechts führt uns dieser erst aus dem Wald heraus. Mit Blick über Hinterhambach und das Tal des Schottenhöfer Bachs geht es weiter bergan an einer schattig platzierten Bank vorbei bis zum (2) Jägereckle.

Auf der Anhöhe öffnet sich uns die Sicht über das Harmersbachtal. Passend zu diesem Aha-Moment finden wir hier einen perfekt platzierten Rastplatz. Gegenüber befindet sich der Brandenkopf (945 Meter). Er wird gerne als höchster Gipfel im Mittleren Schwarzwald genannt. Er wird jedoch von der weiter nordöstlich gelegenen Lettstädter Höhe (966 Meter) knapp, vom Rohrhardsberg (1140 Meter) und dem Kandel (1241 Meter) sogar deutlich übertroffen. Am Jägereckle biegen wir nach Sodlach ab.

Hahn- und Henne-Rastplatz am Aussichtspunkt Höllhaken

Der ab dem Jägereckle nur noch mäßig ansteigende Wanderweg führt uns zurück in den Wald. Dort biegen wir mit der gelben Raute erst links, dann rechts ab, sodass wir den Wegweiser »Am Katzenschrofen« passieren. Ab dort geht es über eine Kuppe, dann bei der nächsten Wegkreuzung halblinks in nördliche Richtung noch ein Stück durch den Wald.

Wo wir diesen wieder verlassen, trennen uns nur noch wenige Schritte vom (3) Aussichtspunkt Höllhaken. Bei der liebevoll gestalteten Sitzgruppe mit Hahn und Henne, zwei Bechersitzen und sogar einem Likör- und Schnapsschränkle finden wir dort die bereits zweite schöne Rastmöglichkeit. Anschließend führt uns der Genießerpfad zurück an den Waldrand und um Höllhaken herum.

Wo wir wieder in den Wald eintauchen, zweigt rechts ein Weg zur Vesperstube Erbsengrund ab. Wir indes laufen geradeaus weiter bis zum Wegweiser (4) »Schottenhöfe/Sodlach«. Dort biegt der Genießerpfad rechts ab und führt uns an mehreren Abzweigen vorbei (5) Bergbauernhof.

Die ruhig und idyllisch gelegene Bergwirtschaft wird als Pension geführt und verwöhnt ihre Gäste mit badischen Spezialitäten sowie kalter und warmer Hausmannskost. Die Hahn- und Henne-Runde führt direkt um den Hof herum, um beim Wegweiser etwas oberhalb links abzubiegen.

Stippvisite auf dem Hansjakobweg

Es folgt die zweite, längere Steigung über (6) Reutegut und den Wegweiser Schottenhöfen Schlossackern auf den (7) Täschenwasen. Beim höchsten Punkt der Wanderung treffen wir auf den Hansjakobweg, dem wir links an einigen Stechpalmen vorbei Richtung Fautzenwald folgen.

Wo der Weg dorthin eine enge Linkskurve beschreibt, lernen wir die Geschichte der Schottenhöfe kennen. Demnach wird der Name auf schottische Mönche zurückgeführt, welche ihrerzeit vom Kloster Gengenbach aus den christlichen Glauben verbreiteten. Auch ist über einen Köhler zu lesen, der sich als Sympathiedoktor versuchte, es aber nur zum Hexenmeister brachte.

Gemeinsam steuern die Hahn- und Henne-Runde und der Themenweg des Volksschriftstellers das (8) Haldeneck an. Die aussichtsreiche Anhöhe bietet uns eine weitere Möglichkeit für eine Pause. Anschließend biegen wir links nach (9) Mühlstein ab. Einen Steinwurf südlich des Weilers treffen wir auf einen weiteren Themenwanderweg: Den Obstbrennerweg.

Rechts ab, folgen wir ab Mühlstein der Beschilderung über (10) Uf de Weid und die Wegweiser Wolfsdobel und Heugraben zur (11) Heugrabeneckhütte. Wie bei dem gesamten Wanderweg können wir uns auch hier auf eine liebevoll gestaltete, offene Hütte freuen.

Abstieg über Eck

Vor der Hütte trennen sich die Wege. Während der Hansjakobweg über den Landersberg und durch das Nordrachtal nach Zell am Harmersbach führt, geht es auf der Hahn- und Henne-Runde – leicht versetzt – in südöstliche Richtung nochmals kurz bergauf zum Wegweiser »Überm Heugraben« und ab dort wieder bergab über den Strietparkplatz sowie (12) Über Eck zum (13) Eckwaldpavillon.

Direkt am Waldrand bietet uns der leicht erhöhte Pavillon eine letzte schöne Möglichkeit, die Wanderung mit einer Pause zu verbinden. Anschließend erfolgen am Wald die letzten Meter zurück zum Ausgangspunkt beim Spielplatz Adler. Da der Genießerpfad außerhalb vom Wald verläuft, eröffnen sich uns nochmals herrliche Ausblicke über die idyllische Landschaft rund um den Harmersbach.

Heinrich Hansjakob

Der gebürtige Haslacher Heinrich Hansjakob zählt bis heute zu den meistgelesenen Autoren in Baden. Während seiner schriftstellerischen Tätigkeit hat Hansjakob 74 Bücher, darunter etliche Erzählungen und Reiseschilderungen, aber auch historische und politische Schriften, veröffentlicht.

Zu den bekanntesten zählen »Wilde Kirschen«, »Waldleute«, »Bauernblut«, »Aus meiner Jugendzeit« und »Erinnerungen einer alten Schwarzwälderin«. Diese und zahlreiche weitere Werke des volksnahen Schriftstellers werden heute vom Hansjakob-Verlag der Stadt Haslach herausgegeben.

Planung & Anreise


Dein Ausgangspunkt für diese Wanderung ist beim Spielplatz Adler in Unterharmersbach.

Anfahrt mit Pkw: Von der B 33 Offenburg – Haslach im Kinzigtal bei Biberach Richtung Zell am Harmersbach abfahren. In Unterharmersbach links in die Straße Hinterhambach abbiegen. Der Wanderparkplatz befindet sich hinter dem Spielplatz.

GPS-Koordinaten 48.3559, 8.0874

⇒ Anreise mit Google Maps planen


Ja, es bestehen Bus- und Bahnverbindungen ab Biberach (Baden) zur Haltestelle Unterharmersbach Bahnhof und Schwarzer Adler.


Bis auf den etwas steileren Anstieg zum Jägereckle bequeme Bergwanderung mit wechselnden Aussichten und vielen kleinen Besonderheiten am Weg.


Einkehrmöglichkeiten findest Du im Bergbauernhof August Lehmann.


Diese Wanderung ist das ganze Jahr über reizvoll und gut möglich.


Weitere Details erhältst Du direkt bei der
Touristinfo Zell am Harmersbach
Hauptstr. 19
77736 Zell am Harmersbach

📞 +49 7835 / 636 92 40

🌐 zell.de 

Anforderungen & GPS-Daten

⏱️ Gehzeit: 4.30-5 h
📏 Distanz: 14 km
🏔️ Höhenmeter: 550
⚖️ Schwierigkeit: mittel
🧭 Typ: Rundwanderung

Wanderkarte mit Höhenprofil


Höhenprofil

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