Riesen-Stühle am Harmersbacher Vesperweg im Schwarzwald

Wanderung auf dem Harmersbacher Vesperweg

Genussvolle Runde ab Oberharmersbach über den Kreuzsattel bis zum Harkhof

Diese Rundwanderung könnten wir auch »Ideen am laufenden Band« nennen. Denn der Harmersbacher Vesperweg lebt von einigen liebevoll gestalteten Rastplätzen, die Wanderer ein ums andere Mal begeistern. Einige Aussichten und Fernblicke bis zum Grand Ballon in den Hochvogesen gibt es obendrauf. Schnappen wir uns also den Vesperkorb und freuen uns auf einen tollen Ausflug!

Wanderung ab der Reichstalhalle Oberharmersbach

Die erste Möglichkeit für eine Rast auf dem Harmersbacher Vesperweg bietet sich uns bereits beim Ausgangspunkt bei der Reichstalhalle in Oberharmersbach. Der überdachte Platz ist bestens geeignet, um den Rucksack ein letztes Mal zu kontrollieren und die Wanderschuhe ordentlich zu schnüren. Daneben veranschaulicht eine Wandertafel den Wegverlauf dieser als Genießerpfad ausgezeichneten Runde.

Aufstieg über den Durstlöscher

Für den Einstieg in die Tour folgen wir dem Weg über die Harmersbachtalbahn und biegen dann links auf den breiten Fußweg ab. Nach gut 200 Metern entlang der Gleise ist der Harmersbacher Vesperweg in zwei Richtungen ausgewiesen. Wir folgen der offiziellen Empfehlung und biegen erst rechts, dann sogleich wieder links ab und folgen der Beschilderung des Genießerpfads an einen Hofladen vorbei in den Wald.

Wo unser Weg in einen anderen mündet, biegen wir scharf links ab, um am nördlichen Waldrand wiederum rechts abzubiegen. Damit führt uns der Wanderweg am Ferienhaus Hubhof vorbei zu einem Weiher. Dort halten wir uns links, sodass wir im nächsten Waldstück zum (1) Durstlöscher, einer Getränkestation mit Mineralwasser und Apfelsaftschorle kommen.

Aussicht bei der Großen Bank

Bei dem in einen Felsen integrierten Kasten beschreibt der Weg eine Rechtskurve und führt uns – bei der Weggabelung links – wieder ins Freie, wo wir bald die (2) Große Bank erreicht haben. Es handelt sich hierbei um eine etwa 160 Jahre alte und 30 Meter lange Weißtanne, die mit einigen Sitzmöglichkeiten versehen wurde.

Bei klarer Luft reicht hier die Sicht nach Südwesten an der Burg Hohengeroldseck vorbei bis zu den Hochvogesen mit den im Frühjahr noch oft schneebedeckten Hochlagen rund um den Grand Ballon, also den Großen Belchen. Wenden wir uns nach Norden, liegt uns stattdessen das obere Harmersbachtal zu Füßen.

Mit diesen schönen Eindrücken folgen wir dem Genießerpfad weiter bergauf an der Sternwarte vorbei in ein größeres Waldstück, bis wir auf den Langenbergweg treffen. Wer ein paar Meter abkürzen möchte, kann auf dem Fahrweg mit der blauen Raute wechseln. In dem Fall treffen wir nach 300 Metern wieder auf den Vesperweg. Allerdings würden wir damit den nächsten schönen Rastplatz auslassen.

Also halten wir uns beim Langenbergweg links, nutzen den Forstweg bis an den nächsten Waldrand, wo wir dann rechts zu einer Sitzgruppe kommen. Der Aufforderung »hock mol uf de Arsch no!« können wir auch hier gerne nachkommen – zumindest aber sollten wir uns das Mobiliar genauer anschauen, um alle Details zu entdecken. Anschließend halten wir uns bei der Gablung oberhalb der Sitzgruppe rechts, sodass wir zurück auf den Langenbergweg kommen.

Über das Schmusehisli zur Kreuzsattelhütte

Nach wenigen Minuten auf der Straße verlassen wir diese wieder auf der linken Seite und der Vesperweg führt uns an einen Landschaftsrahmen mit Blick auf Oberharmersbach bis zu dem liebevoll gestalteten (3) Schmusehisli. Vor allem bei nicht ganz so tollem Wetter bietet es uns eine tolle Möglichkeit, für den weiteren Anstieg neue Kräfte zu mobilisieren.

Auch hier reicht der Blick über das Harmersbachtal bis zum Band der Vogesen. Danach ist mit der Markierung blaue Raute die (4) Kreuzsattelhütte bald erreicht. Bei der Hütte mit Wanderparkplatz und Spielplatz treffen wir auf den Westweg. Die Hütte selbst wird ab dem 1. Mai bis Allerheiligen an den Sonn- und Feiertagen von Vereinen aus der Umgebung bewirtet.

Über die Harkhöhe zur Vesperstube Harkhof

Ab dem Kreuzsattel führt uns die rote Raute des Westwegs zur Anhöhe Hark. Damit passieren wir die Hütte auf ihrer linken Seite. Der bequem zu laufende Forstweg steigt noch bis zur Station (5) Zielrohr leicht an. Dahinter verbirgt sich ein wie ein Fernrohr gefertigtes Stück Holz.

Je nach Drehrichtung zeigt ein Pfeil auf der darunter befestigten Metallscheibe, ob wir den Kleinen oder Großen Hundskopf oder den Gütschenkopf sehen. Nachdem wir den höchsten Punkt der Runde überwunden haben, halten wir uns bei einem Holzplatz rechts.

Für den nächsten Abschnitt wechseln wir auf einen schmaleren Weg, der uns über (6) Bei Sankt Gallus zur Harkhöhe führt. Wo wir wieder an den Waldrand kommen und sich der Weg gabelt, haben wir die Wahl: Wer die Runde mit einer zünftigen Einkehr verbinden möchte, hält sich links und folgt dem Weg hinunter zum (7) Harkhof. Als Selbstversorger können wir aber auch auf dem oberen Weg bleiben und damit direkt Kurs auf drei, von Weitem gut zu sehende (8) Riesenstühle nehmen.

Abstieg nach Riersbach

Spätestens bei den Stühlen verlassen wir den Westweg und passieren die nur mit Geschick oder tatkräftiger Unterstützung nutzbaren Stühle. Bald verlassen wir die aussichtsreiche Anhöhe und führt uns die Beschilderung des Genießerpfads auf wechselnden Wegen sowie teils unangenehm steilen Waldpfaden an Misslinke und Eiwaag vorbei.

Erst, nachdem wir den Wald wieder verlassen haben, bieten sich uns wieder schöne Rastmöglichkeiten. So bei einem zweiten Holzzielrohr mit Blick unter anderem zum Großen Baumstamm. Von dort erfolgt der weitere Abstieg an einem (9) Aussichtspavillon vorbei nach (10) Riersbach.

In dem Ortsteil folgen wir den Wegweisern entlang der östlichen Häuser bis zum Minigolfpark und der Endstation des Harmersbacher Bähnles und ab dort der Bahnlinie bis zurück zur Reichstalhalle in Oberharmersbach, wo wir uns sicher einig sind: Mit dieser Rundwanderung ist den Harmersbachern eine richtig tolle Wanderung gelungen.

Planung & Anreise


Dein Ausgangspunkt für diese Wanderung ist bei der Reichstalhalle in Oberharmersbach.

Anfahrt mit Pkw: Von der B 33 Offenburg – Haslach i.K. bei Biberach Richtung Zell a.H. abfahren, dann weiter auf der L 94 bis zur Ortsmitte von Oberharmersbach.

GPS-Koordinaten 48.3750, 8.1298

⇒ Anreise mit Google Maps planen


Ja, ab Offenburg gibt es Zugverbindungen mit Umstieg in Biberach nach Oberharmsbach-Riersbach, wo dann der Einstieg in die Wanderung erfolgt.


Durch den langen Anstieg sind Stöcke zu empfehlen. Nach dem Harkhof folgen mehrere steilere Passagen auf wenig befestigten Waldpfaden bergab. Ansonsten kannst Du Dich auf eine bequem zu wandernde Runde auf gut ausgebauten Wegen und Pfaden einstellen.


Einkehrmöglichkeiten findest Du in der Vesperstube Harkhof und in Riersbach.


Diese Wanderung ist ab April bis Oktober besonders schön.


Weitere Details erhältst Du direkt bei der
Touristinfo Zell am Harmersbach
Hauptstr. 19
77736 Zell am Harmersbach

📞 +49 7835 / 636 92 40

🌐 zell.de

Anforderungen & GPS-Daten

⏱️ Gehzeit: 4.30-5 h
📏 Distanz: 14,3 km
🏔️ Höhenmeter: 580
⚖️ Schwierigkeit: mittel
🧭 Typ: Rundwanderung

Wanderkarte mit Höhenprofil


Höhenprofil

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