Haslach – Aussicht vom Panoramaweg Nord über grüne Wiesen im Kinzigtal

Haslacher Panoramaweg Nord

Wanderung ab dem Bahnhof von Haslach im Kinzigtal über den Gemsbühl zum Besucherbergwerk Segen Gottes

Die Runde zwischen der Kinzig und dem Scheibenbühl bildet den Pendant zum südlichen Haslacher Panoramaweg. Beim Aufstieg über den Gemsbühl zum Scheibenbühl eröffnen sich uns auch hier einige Aussichten. Der Rückweg führt am Besucherbergwerk Segen Gottes vorbei, das eng mit der Geschichte von Haslach im Kinzigtal verbunden ist.

Wanderung ab dem Bahnhof von Haslach

Lager an der Haslach

Wir starten beim Bahnhof von Haslach. Auf der Ostseite des Bahnhofsgebäudes – neben dem Kiosk – nutzen wir die Unterführung, halten uns jenseits der Gleise rechts und überqueren auf der Schleifmattstraße die Kinzig. Beim Wegweiser »Herrenberg« biegen wir rechts auf den Dammweg ein. So friedlich die Talaue heute wirkt, so bitter ist ihre Vergangenheit. Entlang des Damms ließ das NS-Regime im Sommer 1944 Baracken aufstellen.

Bestimmt waren diese für Fremdarbeiter der Haslacher Betriebe. Doch dies änderte sich am 10. Dezember, als rund 300 Häftlinge für die Arbeit im Stollensystem Vulkan in Haslach ankamen. Zu dem Zeitpunkt waren die bereits bestehenden Lager Vulkan und am Sportplatz überfüllt, sodass man die Deportierten in den Baracken am Kinzigdamm einpferchte. Vor Ort erinnert heute eine Tafel an die Geschehnisse von damals.

Aufstieg auf den Gemsbühl

Wo der Dammweg auf die Straße trifft, sind es erneut rechts gut 100 Meter bis zum Abzweig in die Straße Gemsbühl. Auf dieser gewinnen wir rasch einige Höhenmeter. Bald aber ist ein Pavillon erreicht, der uns eine erste gute Sicht über das Kinzigtal eröffnet.

Von dort geht es weiter bergan bis zum Wegweiser »Gemsbühl«, wo wir links auf den Waldweg zum Wolfacker wechseln. Auf dem Weg dorthin biegen wir nach gut 300 Metern im Wald rechts ab und nehmen sogleich die Linkskurve.

Am Schlossberg

Sollten wir den nicht allzu gut beschilderten Abzweig zum Wolfacker verpassen, so lässt sich dies leicht verschmerzen. Beide Wege treffen etwas westlich wieder zusammen, sodass wir auf jeden Fall sicher zum Wegweiser »Am Schlossberg« gelangen.

Der Panoramaweg Nord führt geradeaus durch den Wald, um dann scharf rechts auf einen schmalen Pfad abzubiegen. Nach einer Kehre führt uns dieser weiter bergan auf den nächst höher gelegenen Wirtschaftsweg.

Unterhalb einer privaten Hütte mit Brunnen vorbei folgen wir der gelben Raute in nördlicher Richtung bis zum Wegweiser oberhalb des Besucherbergwerks.

Umweg um den Scheibenbühl

Links ginge es direkt hinunter zum Besucherbergwerk Gottes Segen. Für den nördlichen Panoramaweg von Haslach biegen wir stattdessen erst rechts, wenige Schritte weiter links ab und folgen der Beschilderung zur Lenzhütte. Die im Wald auf dem Scheibenbühl gelegene Hütte geht auf Otto Lenz zurück, der sich neben seiner Tätigkeit als Lehrer auch als Mineraliensammler und Förderer landwirtschaftlicher Sonderkulturen engagierte.

Bei der Gabelung besteht links eine weitere Abkürzung. Für die komplette Runde halten wir uns rechts. Wo wir den Wald verlassen, orientieren wir uns links. Somit folgen wir dem Weg erst über die Wiese, dann durch ein weiteres Waldstück hindurch bis zum Burbühl-Pavillon. Oberhalb von Bollenbach laden auf der Anhöhe Bänke nebst zwei Himmelsliegen zum Verweilen ein.

Silbersee und Besucherbergwerk Segen Gottes

Ab dem sonnenverwöhnten Rastplatz trennen uns links noch 800 Meter vom Silbersee und dem Besucherbergwerk Segen Gottes. Für den späteren Rückweg können wir dann einfach die Zufahrtsstraße bis zur Schnellinger Straße hinunterlaufen.

Links führt diese uns an der Kapelle Mariä Himmelfahrt zurück zum Wegweiser »Herrenberg« und weiter bis zur Kinzigbrücke. Ab dort gelangen wir auf dem bereits bekannten Weg zurück zum Bahnhof und zur pittoresken Altstadt von Haslach.

Tipp: Besucherbergwerk Segen Gottes

Die Silbergrube Segen Gottes war 800 Jahre in Betrieb und zählt zu den bedeutendsten Bergwerken im Schwarzwald. Die 90-minütige Führung beinhaltet die drei Sohlen des Abbaus und veranschaulicht die Arbeit unter Tage. Infos zu Öffnungszeiten gibt die Touristinformation von Haslach im Kinzigtal.

Planung & Anreise


Dein Ausgangspunkt für diese Wanderung ist der Bahnhof in Haslach.

Anfahrt mit Pkw: Über die B 294 Freiburg-Freudenstadt nach Haslach. Die Zufahrt zum Gerberturm-Parkplatz erfolgt durch die Neue Eisenbahnstraße. Die zulässige Parkdauer beträgt dort vier Stunden.

GPS-Koordinaten 48.2788, 8.0873 (Gerberturm-Parkplatz)

⇒ Anreise mit Google Maps planen


Ja, die Anreise erfolgt ab Offenburg mit der Kinzigtalbahn zum Bahnhof Haslach.


Nach dem ersten steilen Anstieg auf den Gemsbühl gemütlich zu wandernde Runde auf Waldwegen und Pfaden mit einigen Rastmöglichkeiten. Auf der Strecke ist eine Abkürzung zum Silberbergwerk möglich.


Einkehrmöglichkeiten findest Du in der Schnellinger Silberstube, die Öffnungszeiten richten sich den Besuchszeiten des Besucherbergwerks ab 11 Uhr.


Diese Wanderung ist ab April bis Oktober gut möglich.


Weitere Details erhältst Du direkt bei der
Tourist Information Haslach
Im Alten Kapuzinerkloster / Klosterstr. 1
77716 Haslach

📞 +49 7832/70 61 72

🌐  info.haslach.de 

Anforderungen & GPS-Daten

⏱️ Gehzeit: 2.45-3 h
📏 Distanz: 7,2 km
🏔️ Höhenmeter: 270
⚖️ Schwierigkeit: mittel
🧭 Typ: Rundwanderung

Wanderkarte mit Höhenprofil


Höhenprofil

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