Oberhalb der Jakobskapelle verlassen wir die Weinhänge von Gengenbach und folgen dem Kandel-Höhenweg auf die Teufelskanzel. So nah sich der von Wald umschlossene Aussichtsfelsen an der Jakobskapelle befindet, so eng ist seine Geschichte mit der ehemaligen Wallfahrtskirche verbunden. So heißt es im Volksmund, dass sich ein »sonderbarer Kauz mit langem Gewand« meldete, kurz nachdem der Betreuer der Kapelle erkrankte.
Bei einer Prozession hob ein Windstoß seine Kutte, sodass zwei Pferdehufe zu sehen waren. Die Teilnehmer der Prozession erkannten, dass sich das Böse bei ihnen eingeschlichen hatte und jagten ihn davon. Der Teufel flüchtete bis zu dem steil abfallenden Felsen. Dort stampfte er aus Wut darüber, dass ihm sein Vorhaben misslungen war, mit seinen Pferdefüßen auf, sodass bis heute noch Spuren davon auf dem Felsen zu erkennen sind.