Erst, als der Bau schon weit fortgeschritten war, erkannte der Teufel seinen Irrtum. Wutentbrannt eilte er auf den Stauferkopf, wo er einen gewaltigen Felsbrocken aus dem Gipfel brach. Auf dem Weg zurück nach St. Roman begegnete er einem Wanderer, der ihn fragte, was er denn mit dem Fels vorhabe. Der Teufel deutete hinunter zum Kirchenbau: »Seht ihr? Die Kirche ist mir ein Dorn im Auge.« Da fragte ihn der Wanderer, ob er sich nicht ein wenig ausruhen möge. Schließlich sei die Last schwer und er schon ein gutes Stück weit gelaufen. Gut ausgeruht würde der Wurf sicher besser gelingen.
Das leuchtete dem Teufel ein, sodass er den Fels auf die Seite legte und sofort einschlief. Als er später wieder erwachte, wollte er sodann zur Untat schreiten. Doch als er den Felsen packte, konnte er ihn nicht mehr heben, ganz gleich, wie sehr er sich auch bemühte. Letztlich kratzte er mit seinen Krallen mehrmals über das Gestein, wo sie tiefe, bis heute sichtbare Rillen hinterließen. Dann zog er unverrichteter Dinge von dannen. Der Zauber wirkt übrigens bis heute. So haben auch wir es nicht geschafft, den als Naturdenkmal geschützten Klotz von Hand zu bewegen.