saftig grüne Wiesen und Hügelkette bei Zell am Harmersbach

Wanderung von Zell nach Unterentersbach

Leichte und auch für Rollstuhlfahrer machbare Runde zwischen Harmersbach und Dorfbach

Die Runde zwischen Zell am Harmersbach und Unterentersbach ist auch als Kinderwagenweg bekannt. Bis zum Wegweiser »Oberes Gröbernfeld« ist die Strecke sogar barrierefrei und damit auch gut für Rollstuhlfahrer geeignet. Alle anderen können sich auf einen lockeren Spaziergang durch eine malerische Kulturlandschaft freuen.

Wanderung ab Zell am Harmersbach

Der ideale Einstiegspunkt für diese Rundwanderung ist der Parkplatz Sonne in der Ortsmitte von Zell am Harmersbach. Von dort geht es entlang der Hauptstraße bis zum nahen Kreisverkehr, dann rechts durch die Grabenstraße zum (1) Storchenturm. Der 25 Meter hohe Turm wurde um das Jahr 1330 als Teil der Stadtbefestigung errichtet. Als einziger von ehemals drei Tortürmen blieb er erhalten.

Damit ist er heute das Wahrzeichen der Stadt Zell. Namensgeber waren tatsächlich Weißstörche, die den Stadtturm in früheren Zeiten als Brutstätte nutzten. Bei der Renovierung des Satteldachs wurde ein neuer Nistplatz angebracht. Mit Erfolg: Inzwischen klappert es ab dem Frühjahr wieder vom Dach des Zeller Storchenturms.

Wassertretstelle Alter Wald

Beim Storchenturm biegen wir rechts zum Bahnhof ab, nutzen den Bahnübergang und laufen durch die Franz-Disch-Straße an den Ortsrand von Zell. Wo sich die Straße gabelt, halten wir uns erst rechts, wenige Schritte weiter wieder links, sodass wir einen größeren Firmenparkplatz passieren und über den Weg Wintergarten in die offene Landschaft kommen. Vorbei an zwei Höfen sowie durch eine Pappelallee geht es hinauf an den Waldrand.

Beim Wegweiser biegen wir rechts ab und haben die einzig nennenswerte Steigung des Tages dann auch schon bewältigt. Am höchsten Punkt verspricht die (2) Wassertretstelle Alter Wald eine wohltuende Abkühlung für die Beine. Der Platz am Waldrand ist ideal gewählt. Denn während sich das Becken tagsüber lange Zeit im Schatten befindet, reicht die Sicht über das Harmersbachtal zu den umliegenden, bewaldeten Bergrücken. Anschließend folgen wir dem leicht abfallenden Forstweg sowie der gelben Raute durch den Wald.

Barrierefreier Rückweg nach Zell

Nachdem rechts mehrere andere Wege zum Schützenhaus sowie einem Waldpark- und Rastplatz abzweigen, endet unser Weg bei der Kreisstraße. Beim (3) Wegweiser »Alter Wald« biegen wir rechts ab. Um Verwechslungen zu vermeiden: Der Wegweiser nahe der Wassertretstelle ist ebenfalls nach dem Wald benannt. Wir sind auf dem richtigen Weg, wenn wir dem Fußweg entlang der Straße zum (4) Oberen Gröbernfeld folgen.

Wer auf barrierefreie Wege angewiesen ist und auch nicht später einen 200 Meter langen Abschnitt entlang der Kreisstraße zurücklegen will, empfehlen wir, dem Fußweg bis hinunter in die Stadt zu folgen. Nach dem Bahnübergang mündet die Straße in die Unterentersbacher Straße, auf der es dann rechts zurück zum Parkplatz Sonne geht.

Waldparkplatz Oberer Hillig

Andernfalls überqueren wir beim oberen Gröbernfeld die Straße und folgen der gelben Raute auf zunächst breitem Weg an eingezäunten Grundstücken vorbei zurück in den Wald. Wo sich der Weg gabelt, geht es rechts nahe dem Golfplatz sowie innerhalb des Waldrands zum (5) Waldparkplatz Oberer Hillig. Der beschilderte Wanderweg nutzt dabei auch einen Pfad, den mehrere Baumstämme im Bereich einer Steigung einengen.

Mit dem Kinderwagen ist dies mit etwas Geschick noch machbar. Wer als Rollstuhlfahrer unterwegs ist und auch diesen zweiten Teil der Wanderung mitnehmen möchte, kann sich bei der Weggabelung im Wald links halten. Der breitere und leichtere Forstweg führt uns zurück an die wenig befahrene Kreisstraße, von der wiederum 200 Meter weiter ein anderer Forstweg zum Waldparkplatz abzweigt.

Über die Europabrücke nach Unterentersbach

Beim Waldparkplatz öffnet sich die Sicht erneut über die Felder- und Wiesenlandschaft oberhalb des Harmersbachs. In nun südlicher Richtung folgen wir dem asphaltierten Weg hinunter zur Dorfstraße und – leicht nach links versetzt – an den Waldrand zur auch Europabrücke genannten (6) Talbrücke. Wir überqueren den Dorfbach, biegen rechts ab und nehmen nun Kurs auf Unterentersbach. Der Weg dorthin verläuft erst am Waldrand, dann am (7) Helmenhof vorbei.

In (8) Unterentersbach lädt das am Dorfbach gelegene Café Schwarz Weber zum Verweilen ein. Der Rückweg erfolgt schließlich über die Nussbaumstraße, die im weiteren Verlauf dem östlichen Ortsrand folgt. Dabei lohnt sich ein Blick in die links abzweigende Geroldseckstraße.

Tatsächlich reicht die Sicht durch die Straße zur Burgruine Hohengeroldseck. Sowie wir auf die Unterentersbacher Straße treffen, biegen wir erneut rechts ab, passieren den (9) Golfplatz und gelangen schließlich wieder zurück nach Zell, wo wir links den Harmersbach kreuzen und dann auch schon wieder beim Parkplatz Sonne ankommen.

Storchenturm-Museum

In Zell am Harmersbach wird die Jahrhunderte alte Geschichte bis in die Gegenwart hinein gelebt. So wirbt die Stadt damit, die einst kleinste freie Reichsstadt im Heiligen Römischen Reich gewesen zu sein. Bis heute von Bedeutung ist die Gründung einer Fayence-Fabrik im Jahr 1794, was als Geburtsstunde der Zeller Keramik gilt.

Der Zeller Storchenturm beherbergt eine Vielzahl an Gegenständen historischer Berufe sowie eine Ausstellung zur Geschichte der Porzellan- und Keramikindustrie im Harmersbachtal. Das Museum ist von April bis Oktober dienstags, freitags und sonntags von 14 bis 17 Uhr geöffnet. Führungen sind nach Vereinbarung möglich.

Planung & Anreise


Dein Ausgangspunkt für diese Wanderung ist der Parkplatz Sonne in Zell am Harmersbach.

Anfahrt mit Pkw: Von der B 33 Offenburg – Haslach im Kinzigtal. bei Biberach Richtung Zell am Harmersbach abfahren. Weiter auf der L 94 bis zur Ortsmitte von Zell am Harmersbach fahren.

GPS-Koordinaten 48.3456, 8.0613

⇒ Anreise mit Google Maps planen


Ja, ab Offenburg gibt es Zugverbindungen mit Umstieg in Biberach nach Zell am Harmersbach.


Sehr leichte Wanderung, die  Fußgänger mühelos absolvieren. Wer mit dem Rollstuhl unterwegs ist, benötigt beim ersten Anstieg Unterstützung eines Begleiters.


Einkehrmöglichkeiten findest Du in Unterentersbach und in Zell am Harmersbach.


Diese Wanderung ist das ganze Jahr über möglich, am schönsten jedoch im Frühling zur Obstblüte.


Weitere Details erhältst Du direkt bei der
Touristinfo Zell am Harmersbach
Hauptstr. 19
77736 Zell am Harmersbach

📞 +49 7835 / 636 92 40

🌐 zell.de

Anforderungen & GPS-Daten

⏱️ Gehzeit: 2 h
📏 Distanz: 5,8 km
🏔️ Höhenmeter: 100
⚖️ Schwierigkeit: leicht
🧭 Typ: Rundwanderung

Wanderkarte mit Höhenprofil


Höhenprofil

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