Aussicht über das von Wiesen und Hügeln umschlossene Oberwolfach im Schwarzwald

Von Oberwolfach zur Walkenstein

Mittelschwere Wanderung im Wolftal, einem Seitental der Kinzig

Auf der Rundwanderung zur Ruine Walkenstein treffen wir wiederholt auf das »Guck a'mol Wegle«. Während es auf jenem munter bergauf und bergab geht, steht bei unserer Route nur eine größere Steigung an. Danach folgt ein steter Wechsel von Wald und Wiesen mit Aussicht über das malerische Wolftal.

Wanderung ab Oberwolfach

Wir starten die Wanderung beim Lindenplatz mit der Kirche und dem Wolfsbrunnen von Oberwolfach erfolgen die ersten Schritte auf dem »Guck a'mol Wegle« zur Unteren Grünachbrücke. Wir überqueren die Wolf und kommen am Ende der Straße zur Station 8 des Heimatwegles. In der alten Bergarbeitersiedlung trennen sich die Wege bereits. Während das Guck a'mol Wegle rechts den steileren Aufstieg über eine Weide wählt, biegen wir links ab.

Damit nehmen wir den Umweg über den Standort der ehemaligen Grünmühle, um dort rechts ins Mühlengrün abzubiegen (gelbe Raute). Wo die Straße in einen Forstweg übergeht, erfolgt der Aufstieg über die Hofhalde. Bald kreuzen wir das Wegle und es öffnet sich rechts die Sicht über eine Schafweide auf Oberwolfach. Gut 200 Meter weiter biegen wir im Wald beim Wegweiser »Hofhalde« scharf links zum Rauscherbach ab. Einen Großteil der Höhenmeter haben wir dort bereits geschafft.

Schulers Loch und Mathematisches Forschungsinstitut

Bei der nächsten Gabelung halten wir uns links, womit sich die Sicht wieder über das Tal öffnet. Besonders schön ist dieser Abschnitt ab Mitte Mai, wenn am Wegrand der Besenginster blüht. Im Bereich des Wüstenbachs vereint sich unser Weg mit dem Guck a'mol Wegle. Wo Letzteres jenseits des Bachs an den unteren Waldrand wechselt, können wir jedoch auf dem bequem zu laufenden Forstweg bleiben.

Auf dem nächsten Abschnitt folgen wir der gelben Raute – lassen also die Abzweige rechts aus – bis zum Rauscherbach. Geradeaus wechseln wir auf den Weberkopfweg, der rund 150 Meter weiter in eine asphaltierte Forststraße mündet. Rechts biegen wir einen Steinwurf weiter beim Wegweiser »Schulers Loch« links nach Oberwolfach-Walke ab. Auf der Strecke dorthin vereinen sich wieder beide Wege, sodass wir sicher zum Mathematischen Forschungsinstitut gelangen.

Aufstieg zur Ruine Walkenstein

Direkt vor der für diesen entlegenen Landstrich bizarr anmutenden Einrichtung nehmen wir die Straße hinunter an die Wolf. Jenseits des Bachs bietet Rudis Backstüble kleine Gerichte sowie Kuchen und Torten zum Mitnehmen an. Kein Hunger? Dann bleiben wir auf der linken Flussseite, passieren den ehemaligen Standort der Brücke und biegen in die Straße Burgfelsen ein.

Wer den Abstecher zur Ruine Walkenstein mitnehmen möchte, biegt direkt nach dem ersten, als Vereinsheim genutzten Gebäude beziehungsweise dem Kreuz erneut links auf den Wirtschaftsweg ab. Nach 70 Metern führt dann rechts der Burgpfad zu den Resten der Festung. Allzu hoch sollten wir unsere Erwartungen nicht setzen. So haben bis auf einige Teile des Wohn- und Wachturms nur wenige Reste die Zeit überdauert. Wer zu zweit unterwegs ist, findet hier aber einen schönen Platz für eine aussichtsreiche Rast.

Rückweg entlang der Wolf

Anschließend nutzen wir den Fußweg am Hotel Walkenstein vorbei und überqueren beim Jungbauernhof die Wolf. Flussabwärts kommen wir als Nächstes zur Marienkapelle. Diese ist 1947 aus einem Wasch- und Backhaus hervorgegangen, das zum nicht mehr bestehenden Steigbarthleshof gehörte. Gleich danach führt uns der Kapellenweg durch den Wald zu einem schön gelegenen Rastplatz mit Hütte und Bienenlehrstand.

Weiter flussabwärts passieren wir den Venturhof, einen Kilometer weiter die Gelbachbrücke zu erreichen. Dort orientieren wir uns kurz rechts, dann gleich wieder links, sodass wir die Gelbach überqueren. Nachdem wir die Wolf nochmals kurz tangieren, erfolgt der letzte Abschnitt entlang der Landstraße sowie an der Unteren Grünbachbrücke vorbei zurück zum Dorfkern von Oberwolfach.

Geschichte der Ruine Walkenstein

Die Gründung der Walkenstein (auch Falkenstein) liegt im Dunkeln. Es wird angenommen, dass der Wohn- und Wachturm im 14. Jahrhundert entstand. Als erste urkundliche Erwähnung wird im Jahr 1364 ein Aigelwart von Valkenstein als Besitzer genannt. Als wahrscheinlichste Auftraggeber der Spornburg gelten die Grafen von Fürstenberg, welche damit die Bergbaurechte und den Erztransport im Wolftal überwachen konnten.

Planung & Anreise


Dein Ausgangspunkt für diese Wanderung ist beim Lindenplatz in Oberwolfach.

Anfahrt mit Pkw: Von der B 294 Hausach – Schiltach bei Wolfach auf die L 96 abfahren, der Straße bis nach Oberwolfach folgen. Parkmöglichkeiten bestehen zwischen der Festhalle und der Wolftalschule.

GPS-Koordinaten 48.3172, 8.2170

⇒ Anreise mit Google Maps planen


Ja, es bestehen Busverbindungen von Wolfach und Freudenstadt zur Haltestelle Oberwolfach Kirche


Der abrupte und dadurch schwere Anstieg zu Beginn geht ganz gut in die Beine. Danach verteilen sich die Höhenmeter auf einige kleinere Steigungen. Zur Burgruine führt ein nur schmaler Pfad.


Einkehrmöglichkeiten findest Du im Landgasthof zum Walkenstein, 🌐 walkenstein.de, und in Walke und Oberwolfach.


Diese Wanderung ist ab April bis Oktober gut möglich.


Weitere Details erhältst Du direkt bei der
Touristinfo Wolfach
Hauptstraße 41
77709 Wolfach

📞 +49 7834/83 53 53

🌐 wolfach.info

Anforderungen & GPS-Daten

⏱️ Gehzeit: 3.30 h
📏 Distanz: 10,2 km
🏔️ Höhenmeter: 400
⚖️ Schwierigkeit: mittel
🧭 Typ: Rundwanderung

Wanderkarte mit Höhenprofil


Höhenprofil

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